|
ambulantes Operieren ist “lean production”
... jeder Pilot weiß, was das bedeutet: ein “ge-leantes” Triebwerk kann nur in einem schmalen Bereich unter optimalen Bedingungen betrieben werden. Wird das Gemisch, bezogen auf die Umgebungsbedingungen, “to rich” eingestellt, steigen Verbrauch und Kosten ohne Verbesserung der Leistung. Umgekehrt sinkt die Leistung überproportional bei Regulierung “to poor”. Auch wird durch Überhitzung mangels innerer Kühlung jeder Motor bald den Betrieb einstellen.
Beides, zu fett und zu mager, bekommt auch unserem Gesundheitssystem nicht - gerade im kostenintensiven operativen Betrieb.
Die stationäre Chirurgie, Orthopädie, Gynäkologie, Urologie etc. konnte in der Vergangenheit mit jährlichen Steigerungsraten um 30 Prozent unter Hinweis auf den medizinischen Fortschritt immer neue Kosten-Rekorde aufstellen und weitgehend aus dem Vollen schöpfen. “to rich”? Droht spätestens 2008 der Kollaps, weil staatliche Subventionen ausbleiben und Leistung und Kosten immer weiter auseinander driften?
Die ambulanten, meist niedergelassenen Operateure der gleichen Fach-Disziplinen wurden durch stringente Budgets derart geknebelt, dass der Erlös ambulanter Operationen zum Teil aus konservativen Praxis-Leistungen subventioniert werden musste. “to poor”? Droht der Exitus, weil mangels Vergütung kein ambulanter OP-Betrieb mehr aufrecht zu erhalten ist?
Not macht erfinderisch!! Statt aufzugeben, haben die meisten niedergelassenen Operateure in Gemeinschaftspraxen und Praxis-Kliniken oder als Belegärzte ihre Kräfte gebündelt und “schlanke Produktion” von Gesundheit in die Tat umgesetzt.
Millionenfach wurde bewiesen, dass auch technisch anspruchsvolle Operationen unter spezifischen, an den Patienten und seine Erkrankung angepassten Bedingungen sicher und wirtschaftlich erfolgreich ambulant durchführbar sind.
Motiviert durch die freie Berufsausübung und den Druck der eigenen Existenzsicherung haben die allermeisten ambulanten Operateure inzwischen “ein Händchen” dafür entwickelt, selbst unter “to poor”-Bedingungen noch wirtschaftlich zu überleben - vergleichbar einem Piloten, der angesichts fast leerer Tanks sein Ziel zu erreichen hofft, indem er den Motor auf der “mageren Seite, d. h. “lean” betreibt.
Beides - Motor wie OP-Betrieb - läuft nur rund mit hoher Sensibilität für das jeweilige System.
Ein Gefühl dafür, was
klinik-ambulante OP-Organisation
erfolreich macht, kann nur entwickeln, wer über Jahre in beiden Systemen zuhause ist: in Klinik und Praxis.
Ihr COACH hatte als ambulanter Operateur über mehr als 20 Jahre Gelegenheit, Bedürfnisse und Reaktionen seiner Patienten, der zuweisenden Ärzte und Klinik-Verwaltungen zu studieren. Er war selbst Chefarzt und auch als Klinik-Geschäftsführer unmittelbar in die Verantwortung des Klinik-Managements gegenüber Krankenkassen und der regionalen Politik eingebunden.
Nur mit solcher Kompetenz ausgestattet, also auf Augenhöhe mit Chef- und Oberärzten einerseits, Klinik-Managern, Pflegedienstleitungen und Krankenkassen-Funktionären andererseits, kann Neues bewegt werden.
Die an den meisten Kliniken vorhandenen Ressourcen bieten darüber hinaus zahlreiche Synergien, die für die Besonderheiten des ambulanten Operierens, aber auch für den stationären operativen Betrieb erfolgreich genutzt werden können.
p. s.: Seit über 20 Jahren selbst Pilot, ist Ihrem Coach die sensible Interaktion von Mensch und Motor bestens vertraut.
|